

Kaum ein anderer Bodenbelag zeugt so von Stilsicherheit und gutem Geschmack wie ein Parkettboden. Weil Parkett im Gegensatz zu anderen Bodenbelägen nicht imitiert, sondern pures Naturerlebnis ist, wird er so geschätzt. Doch was ist Parkett genau und wie lässt sich der Parkettboden von Begriffen wie "Holzboden", "Massivholz-Boden" oder "Dielenboden" abgrenzen?
Parkett bzw. Holzboden wird schon seit Jahrhunderten geschätzt. Seinen Ursprung hat das Parkett als Massivholzdiele im Mittelalter – damals wurden unbehandelte Holzplanken aneinander gereiht, die als Untergrund im eigenen Heim dienten. Später kamen gehobelte Bretter aus Weichhölzern wie Kiefer oder Fichte zum Einsatz. Ab dem 16. Jahrhundert nahm das Parkett nach und nach seine jetzige Gestalt an: Es wurde mit verschiedenen Holzarten, Farben und Oberflächen experimentiert.
Als Bodenbelag der Oberschicht und der Adligen war der Holzfußboden häufig in prachtvollen Räumen und Schlössern anzutreffen, weshalb viele auch heute noch Luxus und Ästhetik damit verbinden. Der Echtholz-Boden hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt, insbesondere auch, um preiswerte Lösungen aus echtem Holz anbieten zu können.
Gerade weil sich in Sachen Holzfußboden einiges getan hat und es sich bei Parkett nicht mehr ausschließlich um die traditionellen Massivholzdielen handelt, ergibt es Sinn, zwischen verschiedenen Begrifflichkeiten zu unterscheiden. So erscheint es wenig sinnvoll, die traditionellen Massivholzdielen mit Parkett in einen Topf zu werfen. Wir erklären, warum!

Zwar hat sich das Parkett aus der Massivholzdiele entwickelt, heute ist es aber wenig sinnvoll, beide Böden in einen Topf zu werfen. Grundsätzlich kann man beide als "Holzboden" oder auch "Echtholz-Boden" bezeichnen. Denn beiden gemein ist, dass sie zumindest zu einem Teil aus massivem Holz bestehen, das zudem sichtbar und spürbar ist. Während die Massivholzdiele aus einer durchgehenden, massiven Holzdiele ohne Zwischenschichten besteht, besteht bei einem Parkett lediglich die sogenannte Nutzschicht aus einer durchgehenden massiven Holzschicht. Damit ein Boden den Namen Parkett tragen darf, muss die echte Holznutzschicht übrigens mindestens 2,5 mm dick sein.
Weil auch bei Massivholzdielen der Name "Parkett" kursiert (z. B. als Massivholz-Parkett), werden mehrschichte Parkettböden gemeinhin auch als Fertigparkett bezeichnet. Hier gibt es zwei- oder dreischichtige Varianten zum Kleben und Klicken. Wie das Fertigparkett bereits andeutet, ist es "fertig zum Verlegen". Anders als bei Massivholzdielen ist Parkett lackiert oder geölt zu kaufen und muss nicht noch extra behandelt werden.

Ist die Rede von Parkett, so ist in der Regel Fertigparkett gemeint. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass es direkt verlegt werden kann – eine nachträgliche Versiegelung oder Behandlung der Planken ist in der Regel nicht notwendig. Weil Massivholzdielen zwar schön, aber auch teuer, schwierig zu verlegen und wenig formstabil sind, wurde das Fertigparkett als preiswerte und praktische Lösung entwickelt.
Bei BRICOFLOR gibt das Fertigparkett als 2-Schicht-Parkett und als 3-Schicht-Parkett. Ein Fertigparkett besteht aus
Das Zusammenspiel aus unterschiedlich ausgerichteten Holzschichten sorgt für die nötige Dimensionsstabilität, sodass das Holz auch bei Feuchtigkeit nicht so stark arbeiten kann. Jedoch ist und bleibt jedweder Holzboden empfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Es handelt sich nun mal um ein Naturprodukt. Ein Fertigparkett ist jedoch deutlich weniger anfällig gegenüber Bewegungserscheinungen wie Quellungen als Massivholzdielen bzw. Massivholz-Parkett.

Wer seine Räume nach den eigenen Vorstellungen einrichten möchte, greift schnell zu Vinylboden oder Laminat. Doch auch bei einem Parkettboden müssen Sie keineswegs auf eine individuelle Gestaltung verzichten! Parkett ist natürlich nur etwas für Leute, die Lust auf Holz haben. Aber den Farbnuancen, Oberflächen und Sortierungen sind keine Grenzen gesetzt. Die Frage "Was ist Parkett?" kann also beantwortet werden mit: Ein bunter Strauß an Holzböden für jeden Geschmack.

Was Parkett ist, hängt natürlich zunächst mal von der Holzart ab. Ausschlaggebend für das Aussehen eines Parkettbodens ist in erster Linie die Wahl der Holzart für die Nutzschicht. Besonders beliebt ist Eichenparkett, da mit den verschiedenen Eichenhölzern eine große Farbpalette abgedeckt werden kann, das Holz aber auch sehr langlebig ist. Es gibt hier nämlich auch Unterschiede in der Härte des Holzes. Meist geht es aber um die Optik und Ausstrahlung. Helleres Nuancen finden Sie bei Ahorn oder Birke, mit einem leichten Rotstich überzeugenden Mahagoni oder Buche und für alle Liebhaber von dunklen Tönen stellt Nussbaum-Parkett eine attraktive Option dar.
Was ist Parkett in puncto Ausführung? Der zweite Aspekt, der das Aussehen des Parketts beeinflusst, ist die Gestaltung der einzelnen Dielen. Bei klassischen Dielen ab ca. 1 m Länge und 15 bis 20 cm Breite spricht man von Landhausdielen. Bei sehr großformatigen, repräsentativen Dielen spricht man von Schlossdielen. Bei einem Schiffsboden-Parkett umfasst eine Diele mehrere Stäbchen für ein dynamisches Bodenbild. Auch sehr beliebt ist das Fischgrät-Parkett, bei dem sehr kleine Stäbe in einem Zickzack-Muster verlegt werden, das an Fischgräten erinnert.

Da es sich bei einem Parkettboden um ein Naturprodukt handelt, können Sie sich bei jeder Planke auf ein echtes Unikat freuen. Der einzigartige Charakter kommt durch eine passende Oberflächenveredelung noch stärker zum Vorschein. Sie können sich beispielsweise für ein Parkett mit gebürsteter, gehobelter oder gekalkter Oberfläche entscheiden. Durch die Bürstung erhält das Holz einen weichen Unterton, die das Hobeln verleiht dem Parkett einen rustikalen, handgemachten Charme und das Kalken sorgt für einen leichten Weißton. Bei lackiertem Parkett ist die Oberfläche oft sehr beständig gegen Kratzer, dafür hebt geöltes Parkett meist besser die natürliche Struktur des Holzes hervor. Lackiertes Parkett gibt es wahlweise als matte oder glänzende Ausführung.
Beim Kauf lohnt sich außerdem ein Blick auf die Sortierung. Diese gibt an, wie viele Risse und Astlöcher auf den Dielen zu sehen sind. Auf diese Weise können Sie bewusst zwischen einer rustikalen Maserung, einem feinen Erscheinungsbild oder einer ausgeglichenen Variante wählen und Ihre Räumlichkeiten nach eigenen Vorstellungen gestalten. Doch was ist Parkett mit welcher Sortierung? Die Bezeichnungen für die Sortierungen unterscheiden sich je nach Hersteller, meistens gilt aber Folgendes:

Bei der Verlegung Ihres neuen Parketts ist zunächst wichtig, aus wie vielen Schichten es besteht. Ein 2-Schicht-Parkett sollte stets vollflächig verklebt werden, während eine 3-Schicht-Variante auch schwimmend verlegt werden kann. Daher eignet sich das Fertigparkett mit drei Lagen auch für Mietwohnungen, da es im Falle einer schwimmenden Installation ohne Probleme wieder entfernt werden kann.
Vor Beginn der Renovierungsarbeiten sollten Sie den Untergrund auf Unebenheiten prüfen und diese mit Hilfe einer Ausgleichsmasse nivellieren. Was Sie alles beachten müssen, wenn Sie eine Fußbodenheizung mit Parkett kombinieren möchten, haben wir für Sie in einem Blogbeitrag zusammengefasst. Insbesondere dann, wenn Sie Parkett schwimmend verlegen möchten, ist eine gute Trittschalldämmung unabdingbar, damit Sie sich durch Gehgeräusche nicht bei Ihren Nachbarn bemerkbar machen.

Bei BRICOFLOR lassen sich die meisten Parkettböden wahlweise verkleben oder schwimmend verlegen. Eine Verklebung ist wegen der erhöhten Lebensdauer oft ratsam. Bei einem Klick-Parkett genügt es, die Dielen nacheinander miteinander verbinden. So können Sie sich schon bald ohne großen Aufwand an einem ansprechenden Bodenbelag erfreuen!
Wir hoffen, auch Sie finden das passende Parkett bei BRICOFLOR. Ihrem Experten für Wand & Boden!